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Quartierstypen

Gewerbegebiete

In Gewerbegebieten wird ein Großteil der städtischen Wirtschaftsleistung erbracht. Sie zeichnen sich durch einen hohen Anteil von produzierendem Gewerbe aus. Aus diesem Grund liegen diese Gebiete meist in städtischen Randlagen. Diese Lage bedingt eine meist schlechte Verkehrsanbindung durch die Verkehrsmittel des Umweltverbundes. Gleichzeitig kann durch die räumliche und gegebenenfalls betriebliche Homogenität des Gebietes ein hohes Maß an Synergien in der Umsetzung von Mobilitätskonzepten entstehen.

Verwaltungsstandorte mit ihrem städtebaulichem Umfeld

Verwaltungsstandorte zeichnen sich durch ihre meist zentrale Lage in den jeweiligen Innenstädten aus. Gleichzeitig existieren häufig Nebenstandorte, die häufig Verwaltungsfunktionen übernehmen. Dieser Umstand sorgt dafür, dass nicht nur der Beschäftigten- und Besucherverkehr sondern auch der interne Verkehr durch Termine an verschiedenen Standorten eine Rolle spielt. Gleichzeitig ermöglicht die zentrale Lage potentielle Synergieeffekte mit dem direkten städtebaulichen Umfeld. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass in jeder Stadt mindestens ein Verwaltungsstandort existiert und somit die Möglichkeit der Übertragbarkeit auf andere Städte gut ist.

Großunternehmen mit ihren direkten Nachbarschaftsgebieten

Gerade im bergischen Städtedreieck finden sich viele traditionelle Großunternehmen. In Zusammenhang mit ihrer direkten Nachbarschaft ermöglicht die Betrachtung von solchen Quartieren eine Potenzierung der Effekte der einzelnen Maßnahmen. Ebenfalls kann hier angenommen werden, dass wie bei den Verwaltungsstandorten, ein hohes Potential zur Übertragbarkeit vorhanden ist.

Mischquartiere

Quartiere mit einer Nutzung durch Wohnen, Handel sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen werden als Mischquartiere bezeichnet. Sie zeichnen sich durch eine weitestgehend zentrale Lage innerhalb der Stadt aus und besitzen eine sehr heterogene Nutzerstruktur. In diesen Quartieren liegt das Potential von Mobilitätsmaßnahmen in genau dieser Heterogenität, die es ermöglicht, dass Mobilitätsangebote über den gesamten Tag verteilt genutzt werden. Dieser Umstand eröffnet die Möglichkeit, Mobilitätsangebote wirtschaftlich tragfähig zu betreiben.

Forschungs- und Dienstleistungszentren

Forschungs- und Dienstleistungszentren sind Quartiere mit besonderem Anspruch. Sie zeichnen sich meist durch eine hohe Dichte von Angestellten, Besuchern und sonstigen Teilnehmern aus. Des Weiteren sind diese Quartiere meist in den Randgebieten der Stadt zu finden. Neben Innovationsparks und Gewerbegebieten ohne produzierendes Gewerbe zählen Universitätsstandorte zu diesem Quartierstyp. Durch die verschiedenen Anforderungen der einzelnen Nutzergruppen in Bezug auf die Mobilität ergibt sich eine Vielzahl von Chancen und Risiken bei der Umsetzung von nachhaltigen und kosteneffizienten Mobilitätskonzepten.

Standortgemeinschaften von Handel und Gewerbe

Dieser Quartierstyp zeichnet sich durch eine gemischte Nutzung durch Einzelhandel, Wohnen, Dienstleistungs- und Kleingewerbe aus. Meist liegen diese Quartiere in Gründerzeitvierteln in der Nähe der Zentren. Als besondere Herausforderung bei diesen Quartieren ist die heterogene Nutzerstruktur zu sehen (Händler, Kunden, Anwohner etc.). Hier besteht die Annahme, dass nur quartiersumfassende Maßnahmen Erfolge erzielen können.